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Lagerung der Kanus
Kanus, gerade aus PE, brauchen relativ wenig Pflege. Trotzdem mögen auch diese einen pfleglichen Umgang, um sie vor unnötigen Gebrauchsspuren zu schützen. Die Einlagerung wird oft als ein Problem angesehen, obwohl man mit relativ wenig aufwand auch in der engsten Hütte einen Platz finden kann. Hier sind Ideen gefragt.
Man kann PE-Kanus einfach auf einem ebenen Untergrund ablegen. Eventuelle Verformungen korrigieren sich bei sommerlichen Temperaturen zwar quasi von selbst, ich bevorzuge jedoch die Vermeidung dieser unschönen Dellen. Von einem Lagern auf schmalen Werkböcken rate ich ebenfalls ab, da sich die Auflagefläche aufgrund der punktuellen Belastung durch Dellenbildung vergrößert. Hier würde ich mindestens zu einer flexiblen Verbreiterung der Auflagefläche mittels Heizungsrohrisolierung raten.

Isolierrohr vergrößert die Auflagefläche des Böckchens
Auch ein Brett, welches auf die Böcke gelegt wird, ist gut geeignet. Man kann zusätzlich mit einem alten Teppich polstern oder Schaumstoffknieunterlagen, wie man sie für die Gartenarbeit verwendet, entsprechend unterlegen.

Hängende Lagerung mittels Gurtband
Die hängende Lagerung ist aus meiner Erfahrung eine wirklich Gute. Gurtband gibt es im gut sortierten Baumarkt als Meterware. Eine Breite von 40 - 50mm bietet eine gute Auflage. Das Band passt sich der Rumpfform an und verteilt das Gewicht hervorragend, Dellen oder ähnliche Beschädigungen sind mir noch keine untergekommen. Während der Bug in eine feste Schlaufe eingeschoben wird kann ich die Hecklasche mit einem Karabiner in die „Mastplatte mit Ring”(siehe Foto) aus der Maritimabteilung einklinken, was ein Aufhängen in meinem Fall erst möglich macht. Dazu schneidet man das Band in ausreichender Länge zu, so dass die Bootshülle am Ende 10-15cm von der Decke entfernt hängt. Die Enden habe ich mit einem Micro-Gasbrenner verschmort, um ein Aufribbeln zu verhindern. Mit einem glühenden Nagel schmorte ich Löcher (Durchmesser passend für den Karabiner) in das Band, am anderen Ende etwas kleiner zur Aufnahme einer Schraube. Dann schraubte ich das eine Ende an die Querbalken der Garage, die Mastplatte wurde auf der anderen Seite befestigt. So kann ich das Boot vorne einschieben und anschließend hinten aufhängen. Auf diese Weise lassen sich auch GFK-Boote wunderbar lagern.
Versierte Bastler können auf diese Weise mit mehreren Bändern sogar mehrere Boote untereinander einhängen.